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Rohingya

Hilfe für die vertriebenen Rohingya

Gemeinsam mit der YOU Stiftung – Bildung für Kinder in Not unterstützt „ZF hilft.“ verschiedene Aktionen, um die Lebensbedingungen im Flüchtlingslager Kutupalong zu verbessern.

Die am stärksten verfolgte Minderheit der Welt

Die Vereinten Nationen bezeichnen die Rohingya als die weltweit meistverfolgte Minderheit. Im August 2017 startete die Regierung von Myanmar eine groß angelegte Militäroffensive gegen die im Westen des Landes lebende Bevölkerungsgruppe:

Hunderte Rohingya-Dörfer wurden niedergebrannt, mindestens 6.700 Menschen brutal massakriert, Unzählige fielen Vergewaltigungen zum Opfer. Innerhalb weniger Wochen wurden etwa 700.000 Rohingya vertrieben und flüchteten nach Bangladesch.

Die internationale Gemeinschaft spricht von einer ethnischen Säuberung, vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag läuft aktuell ein Verfahren wegen Völkermordes gegen Myanmar.

Wer sind die Rohingya?

Als staatenlose, überwiegend muslimische Minderheit sind die Rohingya in Rakhine zuhause, einem myanmarischen Bundesstaat an der Grenze zu Bangladesch. Myanmar erkennt sie allerdings nicht als einheimische Bevölkerungsgruppe an und verweigert ihnen die Staatsbürgerschaft. Damit sind die Rohingya seit Jahrzehnten systematisch Repressionen und Verfolgung ausgesetzt. Sie leben in Armut, haben kein Wahlrecht und können nicht offiziell aus dem Land ausreisen.

Die Angriffe im Sommer 2017 sind der letzte Akt einer jahrzehntelangen Diskriminierungspolitik: Seit 1948 hat das Militär von Myanmar bei teilweise massiven Operationen immer wieder das Siedlungsgebiet der Rohingya verwüstet und viele Angehörige der Minderheit getötet oder zur Flucht in Nachbarländer gezwungen.

Ein Leben auf der Flucht

Aktuell befinden sich insgesamt mehr als eine Million vertriebene Rohingya, davon weit über die Hälfte Kinder, in Bangladesch in Flüchtlingslagern. Ein großer Teil von ihnen ist in Kutupalong untergebracht: Rund 600.000 Bewohner leben seit mehreren Jahren im größten Flüchtlingscamp der Welt unter katastrophalen Bedingungen.

Den Flüchtlingen hier fehlt es an grundlegender Versorgung mit Nahrung, sauberem Wasser, Sanitäranlagen oder medizinischer Betreuung. Die Kinder und Jugendlichen, die im Lager aufwachsen, haben keinen Zugang zu Bildung. Den erwachsenen Bewohnern fehlt es an Einkommensmöglichkeiten. Zu dieser humanitären Krise kommt nun noch die Bedrohung durch COVID-19, das sich unter den geschwächten Flüchtlingen stark ausbreitet.

Was können wir tun?

Gemeinsam mit der YOU Stiftung – Bildung für Kinder in Not unterstützt „ZF hilft.“ verschiedene Aktionen, um die Lebensbedingungen im Flüchtlingslager Kutupalong zu verbessern.

Neben der Nothilfe mit Lebensmitteln, Sanitärprodukten und Medikamenten sowie der nachhaltigen Versorgung mit sauberem Trinkwasser liegt der Fokus dabei zum einen auf dem Auf- und Ausbau einer Gesundheitsstation. Um insbesondere den Opfern von Übergriffen besser helfen zu können, bildet die Station zusätzlich spezielle Gesundheits-Assistenten für Frauen und Mädchen aus. Zum anderen beschäftigt sich „ZF hilft.“ damit, Bildungslösungen im Lager aufzubauen. Ein Ziel ist, den Kindern langfristig die Chance auf eine reguläre Grundschulbildung außerhalb des Lagers zu geben.

Helfen Sie mit!

Die Rohingya in Kutupalong haben unermessliches Leid erfahren müssen. Mit Ihrer Spende helfen Sie, diesen Menschen eine neue Perspektive zu geben.